Ventus Energy Factsheet

Version: 19.06.2026 22:44

Author: @HansTelegram Ventus Energy - Was ist passiert

 

Was ist passiert?

Am 13.Mai 2026 veröffentlichte Ventus Energy die Information, dass Kreditgeber mit Wohnsitz in Deutschland zunächst nicht mehr investieren können:

(Google Translate)

Sehr geehrte Kreditgeber in Deutschland,

im Rahmen unserer langfristigen Geschäftsentwicklung und der Abstimmung mit den regulatorischen Rahmenbedingungen hat Ventus Energy in den vergangenen Monaten einen konstruktiven Dialog mit den zuständigen Aufsichtsbehörden in Deutschland geführt.

Im Zuge dieser Überprüfung haben unsere deutschen Rechtsberater Bereiche identifiziert, in denen die Vertragsstruktur unserer Mezzanine-Darlehen aktualisiert werden sollte. Ziel ist es, mehr Klarheit hinsichtlich der vertraglichen Beziehung zwischen Ventus Energy und den beteiligten Kreditgebern zu schaffen sowie eine zweifelsfreie Übereinstimmung mit den geltenden rechtlichen und regulatorischen Anforderungen zu gewährleisten.

Um die Genauigkeit und Konsistenz dieser Aktualisierungen sicherzustellen, stehen Kreditgebern mit Wohnsitz in Deutschland während der Umsetzungsphase vorübergehend keine neuen Kreditmöglichkeiten zur Verfügung.

Bitte beachten Sie:
• Alle bestehenden Darlehensverträge bleiben unverändert und gelten zu den ursprünglichen Bedingungen fort.
• Auszahlungen sind davon nicht betroffen und werden weiterhin wie gewohnt abgewickelt.
• Die Maßnahme betrifft spezifisch die rechtliche Struktur und die Vertragsgestaltung für den deutschen Markt.
• Die operative Entwicklung unserer Kraftwerke und Energieprojekte verläuft wie geplant; wir werden Sie weiterhin wie gewohnt über den operativen Fortschritt und projektrelevante Neuigkeiten informieren.

Ventus Energy arbeitet eng mit externen Rechtsberatern an der Umsetzung der erforderlichen Anpassungen und geht davon aus, die Angelegenheit in den kommenden Wochen abschließen zu können.

Wir werden Sie über den weiteren Fortschritt auf dem Laufenden halten.

Kreditgeber ohne Wohnsitz in Deutschland sind von dieser Maßnahme nicht betroffen.


Am 18. Mai veröffentlichte die Bafin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) dann folgende Information:

Hyperlink

Ventus Energy Group OÜ: Bafin ordnet Einstellung und Abwicklung des Einlagengeschäfts an

Die Bafin hat mit Bescheid vom 05. Mai 2026 angeordnet, dass die Ventus Energy Group OÜ mit Sitz in Tallinn, Estland, das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft sofort einstellen und unverzüglich abwickeln muss.

Die Ventus Energy Group OÜ hat auf der Grundlage von Darlehensverträgen mit Anlegern in Deutschland Gelder angenommen, die unbedingt rückzahlbar sind, ohne dass der Rückzahlungsanspruch in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft ist. Damit betreibt die Ventus Energy Group OÜ das Einlagengeschäft nach § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Kreditwesengesetz ohne die dafür erforderliche Erlaubnis der Bafin.

Die Abwicklungsanordnung verpflichtet die Ventus Energy Group OÜ, die angenommenen Gelder unverzüglich zurückzuzahlen.

Der Bescheid der Bafin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.


Am 22. Mai (Freitag) fragte ein User in der Telegram-Gruppe, ob es ein Problem mit den Auszahlungen gäbe, weil er seine beantragte Auszahlung vom Vortag noch nicht erhalten hatte. Während die anderen User ihn an diesem Tag noch zur Geduld mahnten, gab es am Montag die bittere Pille in einem offiziellen Statement von Ventus Energy:

(Google Translate)

Sehr geehrte Kapitalgeber,

wir möchten Sie darüber informieren, dass es derzeit zu Störungen bei der Zahlungsabwicklung über unsere Bank, Paysera, kommt; diese hat einseitig ausgehende Zahlungen von unseren Konten eingeschränkt. Infolgedessen verzögern sich alle aktuellen Auszahlungen.

Um den normalen täglichen Zahlungsverkehr (Ein- und Auszahlungen) wiederherzustellen, haben wir die Übertragung von Geldern von unserem Paysera-Konto auf andere Konten des Unternehmens veranlasst.

Daher bitten wir unsere Kapitalgeber, bis auf Weiteres keine neuen Gelder auf unser Bankkonto zu überweisen.

Für uns hat die Lösung dieses Problems oberste Priorität, damit die Auszahlungen an die Kapitalgeber und der tägliche Geschäftsbetrieb so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden können. Wir bitten unsere Kapitalgeber in dieser Zeit um Geduld und Verständnis.

Wir gehen davon aus, dass die aktuelle Situation mit koordinierten Maßnahmen zusammenhängt, die den Geschäftsbetrieb von Ventus Energy in den letzten Monaten beeinträchtigt haben. Infolgedessen unterliegen derzeit auch operative Konten, die mit unseren Geschäftsaktivitäten in den Bereichen Wärme und Strom sowie mit verschiedenen anderen Konzerngesellschaften verknüpft sind, entsprechenden Einschränkungen.

Wir werden Sie täglich über den Fortschritt informieren, bis die Gelder auf unseren anderen Konten eingegangen sind und/oder die aktuelle Bank die bereits bearbeiteten Auszahlungen transferiert hat.

Zudem werden wir Erkenntnisse zu jenen Maßnahmen teilen, die unseren Geschäftsbetrieb in den letzten Monaten beeinträchtigt und gestört haben.

Wichtig: Diese Ereignisse haben keine Auswirkungen auf den Betrieb unserer Energieanlagen – einschließlich Heizkraftwerken sowie Solar-, Wind- und BESS-Parks. Diese laufen wie geplant weiter.

Mit freundlichen Grüßen
Ventus Energy


In den folgenden Tagen versuchte Ventus Energy in Gesprächen mit Paysera, wieder Zugriff auf die Konten zu erlangen. Das klappte wohl mit einigen Konten, aber nicht mit dem Konto der Investorengelder. Ventus Energy wurde von Paysera immer wieder vertröstet, trotz eingereichter Unterlagen. Den Grund für die Sperrung nannte Paysera nicht.

Gleichzeitig verhandelte Ventus Energy mit der Bafin, um die Vorwürfe zu entschärfen und zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. So vergingen erstmal viele Tage der Ungewissheit. Es sickerte langsam durch, dass Ventus Energy schon seit vielen Monaten sabotiert wurde.


Am 1. Juni besuchte einer der größeren Investoren das Büro von Ventus Energy und erhielt Einblick in
- die Konten
- den Mailverkehr mit Paysera und der Bafin
- Informationen zu Sabotage und persönlichen Bedrohungen


Am 9. Juni begann Ventus Energy, auf einer separaten Website Informationen zur Sabotage und Bedrohungen zu veröffentlichen:

(Google Translate)

Liebe Community,

zunächst möchte ich mich persönlich bei allen für ihren Einsatz und die Vorschläge zu verschiedenen Szenarien bedanken. Seien Sie versichert, dass wir diverse Optionen für das weitere Vorgehen geprüft haben.

Zweitens werden wir – sowohl hier als auch in privaten Nachrichten – häufig gebeten, vertrauliche Dokumente offenzulegen sowie die Kommunikation mit Aufsichtsbehörden, Anwälten, Banken und anderen Parteien preiszugeben. Dies ist uns jedoch aus vertraglichen Gründen und aus Sicherheitsgründen für das Unternehmen nicht möglich.

Im vergangenen Jahr haben wir Anzeichen für gezielte Versuche beobachtet, unserem Unternehmen zu schaden. Wir haben Beweise gesammelt und die Polizei eingeschaltet, als wir den Eindruck gewannen, dass die Situation über die übliche Konkurrenzrivalität hinausging.

Bevor nun der Einwand kommt, dies sei lediglich eine unbewiesene Behauptung („Vertrau mir einfach“): Ich kann mitteilen, dass auf der Grundlage der von uns vorgelegten Beweise im März 2026 ein Strafverfahren eingeleitet wurde und derzeit Ermittlungen laufen.

Nach Rücksprache mit der Kriminalpolizei wurde uns mitgeteilt, dass wir die eingereichten Beweise nicht öffentlich machen dürfen, da dies die Ermittlungen gefährden könnte. Es steht uns jedoch frei, den Sachverhalt in eigenen Worten zu schildern.

Daher haben wir eine eigene Webseite eingerichtet, auf der wir die Geschichte in sechs Kapiteln erzählen. Wir laden alle dazu ein, sie zu lesen und sich hier ein eigenes Bild zu machen:

https://www.ventusfiles.com/



Seit Monaten veröffentlichte ein Karsten Philip Aichholz auf seiner Website negative Artikel über Ventus Energy und schrieb am 19. Mai, dass er persönlich im Dezember eine Beschwerde über Ventus Energy bei der Bafin eingereicht hatte. In seinen Artikeln vermischte er Wahrheiten und Lügen.

Unklar ist bis heute, wie viele Personen hinter dem Angriff stecken, aber man muss davon ausgehen, dass es sich um eine Gruppe handelt, vielleicht sogar mit einem Auftraggeber.

Nun kommt natürlich die Frage: warum wurde Ventus Energy angegriffen? Naheliegend ist folgender Grund - und weil ich den Sachverhalt nicht ganz genau kenne, kann ich ihn nur skizzieren. Jānis Timma, einer der CEOs von Ventus Energy, hatte vorher ein Projekt auf der Plattform Crowdestor, und bei diesem haben viele Investoren ihr Geld verloren. So war es kein Wunder, dass viele dieser Investoren den Erfolg von Ventus Energy mit Argwohn beobachteten.


Obwohl es nun so aussah, dass Ventus Energy jetzt die Flucht nach vorne ergreift, teilten sie nur zwei Tage nach dem Start von ventusfiles.com mit, dass sie das Investorengeschäft einstellen und die Firma abwickeln wollen:

(Google Translate)

Liebe Community,

eine Kombination aus erheblichen regulatorischen, banktechnischen und operativen Herausforderungen hat die Fähigkeit des Unternehmens, den Geschäftsbetrieb unter normalen Bedingungen fortzuführen, maßgeblich beeinträchtigt.

Insbesondere gilt:

1. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde (Bafin) hat dem Unternehmen untersagt, weiterhin Gelder von in Deutschland ansässigen Personen entgegenzunehmen, und angeordnet, einen Rahmen für die Rückzahlung an sowie die Abwicklung der Beziehungen zu den betroffenen Kapitalgebern zu schaffen.

2. Die Zahlungs- und Bankabläufe des Unternehmens wurden massiv gestört, wodurch die Fähigkeit eingeschränkt ist, Zahlungen abzuwickeln und Verpflichtungen im normalen Geschäftsbetrieb zu erfüllen.

3. Das Unternehmen sah sich gezielten Störaktionen ausgesetzt, die den Geschäftsbetrieb beeinträchtigten; dies führte in Estland zur Einleitung strafrechtlicher Verfahren im Zusammenhang mit einem Teil dieser Aktivitäten.

Nach Prüfung dieser Umstände kamen die Gesellschafter zu dem Schluss, dass der verantwortungsvollste Weg darin besteht, den Wert der Unternehmenswerte zu erhalten, den operativen Betrieb fortzuführen, gerichtlichen Schutz im Rahmen einer Umstrukturierung zu suchen und eine geordnete Verwertung des Energieportfolios des Unternehmens anzustreben. Ziel ist es, die Rückflüsse zu maximieren und eine faire Behandlung aller Kapitalgeber zu gewährleisten, während gleichzeitig ein ungeordnetes Insolvenzverfahren vermieden wird, das die Gesamtrückflüsse erheblich schmälern könnte.

Angesichts der oben beschriebenen Umstände und zum Schutz der Interessen aller Kapitalgeber wurde ein dringender Gesellschafterbeschluss gefasst, in dem folgende Maßnahmen vereinbart wurden:

1. Einstellung der Annahme neuer Darlehen über die Plattform.

2. Aussetzung aller neuen Zinsauszahlungen und künftige Kapitalisierung aller aufgelaufenen Zinsen.

3. Aussetzung der Funktion für vorzeitige Ausstiege (Early Exit). Bereits eingezogene Beträge für ausstehende Early-Exit-Anfragen werden bearbeitet und den Wallet-Guthaben der jeweiligen Kapitalgeber gutgeschrieben; ausstehende Early-Exit-Anfragen, für die der Einzug noch nicht begonnen hatte, werden storniert und die Beträge auf die jeweiligen Projektkonten zurückgebucht.

4. Rückzahlung von Auszahlungen aus dem Ventus-Energy-Wallet der Kapitalgeber, sobald dies vernünftigerweise möglich ist, unter Einhaltung der Compliance-Anforderungen für Zahlungsdienstleister sowie der Umstrukturierungsverfahren des Unternehmens.

5. Einleitung von Umstrukturierungs- und Schutzverfahren nach estnischem Recht gemäß den Bestimmungen des estnischen Insolvenzgesetzes (Pankrotiseadus) und des estnischen Sanierungsgesetzes (Saneerimisseadus).

6. Festlegung des strukturierten Verkaufs der Unternehmenswerte und operativen Portfoliosegmente – einschließlich Wärme & Strom, Wind & BESS, Solar & BESS sowie sonstiger Energieinfrastrukturwerte – als primären Mechanismus zur Erfüllung der Verpflichtungen gegenüber den Kapitalgebern. Der Vorstand wurde angewiesen, unverzüglich Verfahren zur Veräußerung von Vermögenswerten und deren Monetarisierung einzuleiten. Der Rückzahlungsplan wird auch Optionen für die Fertigstellung von Energieprojekten umfassen, die sich derzeit in der Entwicklungsphase befinden; Ziel ist es, deren Wert zu maximieren und dadurch die Verpflichtungen des Unternehmens gegenüber den Kapitalgebern vollständig zu erfüllen.

7. Der Vorstand wird angewiesen, einen umfassenden Rückzahlungsplan zu erstellen, der Kapitalgeber aus allen Rechtsgebieten einbezieht und indikative Rückzahlungsszenarien, Umsetzungsschritte sowie voraussichtliche Zeitpläne enthält; dieser Plan ist den Anteilseignern bis spätestens 10. Juli 2026 zur Genehmigung vorzulegen.

8. Oberste Priorität des Unternehmens bei der Erstellung des Rückzahlungsplans und im künftigen Geschäftsbetrieb ist die vollständige Rückzahlung der Verbindlichkeiten gegenüber den Kapitalgebern.

9. Der Vorstand wird angewiesen, eine regelmäßige und transparente Kommunikation mit den Kapitalgebern über den Fortschritt des Verfahrens sicherzustellen. Dies schließt die Bereitstellung eines detaillierteren Berichts über die nächsten Schritte des Unternehmens, mögliche Rückzahlungsszenarien und indikative Zeitpläne bis spätestens zur ersten Juliwoche 2026 ein.


Mitteilung der Geschäftsführung

Wir danken Ihnen für die bisherige Unterstützung.

Wir setzen alles daran, die Mittel zurückzugewinnen, die in den Aufbau und Erwerb unseres Energieportfolios investiert wurden.

Bis zur Klärung der Situation mit den Banken planen wir, regelmäßig Updates zu veröffentlichen.

Zudem werden wir mindestens einmal im Monat über den Restrukturierungsprozess und mögliche Verkäufe von Vermögenswerten informieren. Um jedoch das Risiko einer Einflussnahme durch unbeteiligte Dritte zu minimieren, werden wir die Identität potenzieller Käufer oder Einzelheiten zu konkreten Interessenten erst nach Unterzeichnung verbindlicher Vereinbarungen bekannt geben.

Wir verstehen, dass dies viele Informationen auf einmal sind. Wir sind ebenso erschüttert und frustriert wie viele von Ihnen. Dennoch müssen wir nach vorne blicken und uns auf die Rückgewinnung Ihrer Investitionen konzentrieren.

Sicherlich haben Sie viele Fragen. Bitte richten Sie diese an info@ventus.energy. Wie gewohnt werden wir am Dienstag, den 16. Juni 2026, um 18:00 Uhr MEZ eine Zoom-Konferenz für Kapitalgeber abhalten, um Ihre Fragen soweit möglich zu beantworten.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung,

Henrijs Jansons, Jānis Timma
und das
Ventus Energy-Team


WAS NUN?

Ventus Energy erarbeitet nun einen Restrukturierungsplan und reicht ihn beim Gericht in Estland ein. Wenn das Gericht ihn bewilligt, wird den 6.485 Investoren dieser um den 10. Juli herum präsentiert. Ein paar Tage oder Wochen später findet dann eine Abstimmung darüber statt, bei der zwei Drittel der Investoren, bezogen auf die investierte Summe, zustimmen müssen. Von den rund 82 Millionen Euro, die Ventus Energy den Investoren schuldet, müssen also Investoren mit einem Forderungsvolumen von rund 55 Millionen Euro zustimmen.

Man könnte es ganz vereinfacht so sagen:
- ein Investor mit 5.000 € hat 0,006% Stimmenanteil
- ein Investor mit 50.000 € hat 0,06% Stimmenanteil
- ein Investor mit 500.000 € hat 0,6% Stimmenanteil

Der Restrukturierungsplan und die Abstimmung erfolgt nach dem estnischen

SanS = Saneerimisseadus = Reorganisation Act

Die aktuelle Version, die seit 21. November 2025 in Kraft ist, findet sich hier:

Reorganisation Act

Entscheidend für die Abstimmung ist dabei der Paragraf 24 mit den Absätzen 2 und 3. Wenn die Abstimmung positiv ausfällt, beginnt eine vom estnischen Gericht überwachte Restrukturierung, bei der Ventus Energy versuchen wird, laufende Projekte fertigzustellen und für die vorhandenen Einrichtungen möglichst viel Geld im Verkauf zu erzielen. Dies wird sich mit Sicherheit über ein Jahr hinziehen, es kann auch länger dauern. Es ist aber die beste Chance, damit die Investoren so viel von ihrem Investment wie möglich zurückerhalten können.

Während der ganzen Zeit, auch jetzt schon, werden den Investoren die Zinsen weiter täglich gutgeschrieben. Diese sind am Ende des Verfahrens dann Teil der Forderungen.

Bei einer Testabstimmung im offiziellen Telegram-Chat mit über 260 teilnehmenden Investoren stimmten über 90% für die Restrukturierung.





WAS SIND DIE NÄCHSTEN SCHRITTE?

- Ventus Energy reicht den Antrag beim estnischen Gericht ein
- das Gericht bewilligt den Antrag und vergibt eine Fallnummer
- Ventus Energy veröffentlicht den Restrukturierungsplan für die Investoren
- die Investoren stimmen über den Restrukturierungsplan ab
- die Restrukturierung beginnt

Währenddessen warten wir alle weiter darauf, dass Paysera das Konto mit den Investorengeldern freigibt, damit die früher beantragten Auszahlungen erfolgen können.


What has happened?

On May 13 2026 Ventus Energy published the information, that investors living in Germany temporarily cannot invest:

(original version)

Dear German Lenders,


Over the past months, Ventus Energy has been actively engaged in constructive dialogue with relevant regulatory stakeholders in Germany as part of our long-term business development and regulatory alignment process.

During this review, our German legal advisors identified areas where our mezzanine loan agreement framework should be further updated to provide greater clarity regarding the contractual relationship between Ventus Energy and participating lenders, and to have undisputable alignment with applicable legal and regulatory requirements.

To ensure these updates are accurate and consistent, as of today, lending opportunities will be temporarily unavailable to lenders residing in Germany during the implementation period.

Please note:
• All existing loan agreements remain unchanged under their original terms
• Withdrawals are unaffected and continue to be processed as usual
• This relates specifically to the legal structure and wording of the lending framework for the German market
The operational development of our power plants and energy projects continues as planned, and we will continue sharing operational and project-related updates as usual

Ventus Energy is working closely with external legal advisors to implement the required adjustments, and we hope to resolve the matter within the coming weeks.

We will continue to keep you informed about the progress.

Lenders not residing in Germany are not affected.


On May 18, Bafin (Federal Financial Supervisory Authority) then published the following information:

Hyperlink

Ventus Energy Group OÜ: Bafin orders the cessation and winding-up of deposit business

In an order dated 5 May 2026, Bafin ordered Ventus Energy Group OÜ, domiciled in Tallinn, Estonia, to immediately cease and wind up without delay the deposit business it has been conducting without authorisation.

22.05.2026

On the basis of loan contracts with investors in Germany, Ventus Energy Group OÜ has accepted funds that are unconditionally repayable without the claim to repayment being securitised in the form of bearer or order bonds. Ventus Energy Group OÜ is thus conducting deposit business within the meaning of section 1 (1) sentence 2 no. 1 of the German Banking Act (KWG) without the required authorisation from Bafin.

Under the order to wind up the deposit business, Ventus Energy Group OÜ is required to repay the accepted funds without delay.

By law, Bafin’s order is immediately enforceable but not yet final.


On Friday, May 22, a user in the Telegram group asked if there was a problem with payouts, as he had not yet received the withdrawal he had requested the previous day. While other users urged him to be patient that day, the bitter truth was revealed on Monday in an official statement from Ventus Energy:


(Original)

25.05.

Dear Lenders,

We inform you that we are currently experiencing disruptions in payment processing with our bank, Paysera, which has unilaterally restricted outgoing payments from our accounts. As a result, all current withdrawals are being delayed.

To restore normal daily incoming and outgoing payment processing, we have initiated a transfer of funds from our Paysera bank account to the company’s other bank accounts.

Therefore, we kindly ask our lenders not to transfer new funds to our bank account until further notice.

Our top priority is resolving this issue so that lender payouts and daily operations can resume as quickly as possible. We kindly ask our lenders for patience and understanding during this time.

We believe the current situation may be linked to coordinated actions that have negatively impacted Ventus Energy’s business operations in recent months. As a result, even operational bank accounts related to our heat and electricity business activities, as well as several other group companies, are currently subject to restrictions.

Until the funds have been received in our other bank accounts and/or the current bank has transferred the already-processed withdrawals, we will provide daily progress updates.

We will also share findings on actions that have negatively impacted and disrupted our business operations in recent months.

Important: these events have not affected the operation of our energy facilities - including heat power plants, solar, wind, and BESS parks. They continue to operate as planned.

Kind regards,
Ventus Energy


Over the following days, Ventus Energy attempted to regain access to the accounts through discussions with Paysera. While this reportedly succeeded for some accounts, it did not work for the account holding investor funds. Paysera repeatedly put Ventus Energy off, despite the submission of the required documentation, and did not disclose the reason for the freeze.

At the same time, Ventus Energy was negotiating with Bafin to defuse the allegations and reach a mutually agreeable solution. Thus, many days of uncertainty passed. Word slowly got out that Ventus Energy had been subjected to sabotage for many months.


On June 1, one of the major investors visited the Ventus Energy office and was given insight into:
- the accounts
- email correspondence with Paysera and Bafin
- information regarding sabotage and personal threats


On June 9, Ventus Energy began publishing information about the sabotage and personal threats on a separate website:

(Original)

Dear community,

First of all, I would like to personally thank everyone for their efforts and for suggesting various scenarios. Rest assured that we have explored multiple options regarding how to proceed with the next steps.

Secondly, both here and in private messages, we are often asked to share sensitive documents and disclose communications with regulators, lawyers, banks, and other parties. Unfortunately, we cannot do so due to contractual obligations and for the security of the company.

Over the past year, we have observed signs of a coordinated effort to damage the business. We have gathered evidence and informed the police when we felt the situation had gone beyond (pun intended) ordinary competitor jealousy.

Before someone says this is just a "trust me, bro" statement, I can share that, based on the evidence we have submitted, a criminal case has been opened in March 2026 and an investigation is currently underway.

Following discussions with the criminal police, we have been informed that we cannot publicly share the submitted evidence, as doing so could jeopardise the investigation. However, we are permitted to tell the story in our own words.

Therefore, we have created a dedicated page where we will share the story in six chapters. We invite everyone to read it and draw their own conclusions here:

https://www.ventusfiles.com/



For months, a certain Karsten Philip Aichholz had been publishing negative articles about Ventus Energy on his website; on May 19, he wrote that he had personally filed a complaint against the company with Bafin in December. His articles mixed fact with fiction.

It remains unclear exactly how many people are behind the attack, though it is reasonable to assume it involves a group—possibly even acting on behalf of a third party.

This raises the obvious question: why was Ventus Energy targeted? A likely reason—though I can only outline the situation, as I do not know all the precise details—involves Jānis Timma, one of Ventus Energy’s CEOs. He had previously run a project on the Crowdestor platform in which many investors lost their money. It was therefore no surprise that many of these investors viewed Ventus Energy’s success with suspicion.


Although it initially seemed as though Ventus Energy was taking a proactive approach, just two days after the launch of ventusfiles.com, the company announced that it would be discontinuing its investment operations and winding down the business:

(Original)

Dear community,

Due to a combination of significant regulatory, banking, and operational challenges have materially affected the Company's ability to continue operating under normal conditions.

In particular:

1. The German financial regulator (Bafin) has ordered the Company to cease accepting funds from German residents and to implement a repayment and wind-down framework for affected lenders.

2. The Company's payment and banking arrangements have been severely disrupted, limiting its ability to process payments and fulfil obligations in the ordinary course of business.

3. The Company has faced targeted disruptive activities that have negatively affected its operations, resulting in criminal proceedings being initiated in Estonia in relation to part of those activities.

After reviewing these circumstances, the shareholders concluded that the most responsible course of action is to preserve the value of the Company's assets, maintain operational continuity, seek court-supervised restructuring protection, and pursue an orderly monetisation of the Company's energy portfolio. The objective is to maximise recoveries and ensure fair treatment of all lenders while avoiding a disorderly insolvency process that could significantly reduce overall recoveries.

Given the circumstances described above, and in order to protect the interests of all lenders, an urgent shareholders' resolution was convened, at which the following actions were agreed upon:

1. Cease accepting any new loans through the platform.

2. Suspend all new interest payouts and capitalise all accrued interest going forward.

3. Suspend Early Exit functionality. Amounts already collected for pending Early Exit requests will be processed and credited to the respective lenders' wallet balances while pending Early Exit requests for which collection had not yet commenced shall be cancelled and returned to the relevant project balances.

4. Repay, as soon as reasonably practicable withdrawals from lenders' Ventus Energy wallet, subject to the Company's payment institution compliance requirements and restructuring procedures.

5. To commence restructuring and protection procedures under Estonian law in accordance with the provisions of the Estonian Bankruptcy Act (Pankrotiseadus) and the Estonian Reorganisation Act (Saneerimisseadus).

6. Designate, as the primary mechanism for fulfilling obligations towards lenders, the structured sale of the Company's assets and operational portfolio segments, including Heat & Electricity, Wind & BESS, Solar & BESS, and other energy infrastructure assets. The Management Board has been instructed to immediately initiate asset sale and monetisation processes. The repayment plan will also include options for completing energy projects currently in the development phase, with the objective of maximising their value and thereby fully satisfying the Company's obligations towards lenders.

7. To instruct the Management Board to prepare a comprehensive repayment plan covering lenders from all jurisdictions, including indicative repayment scenarios, implementation steps and projected timelines, and to submit such plan to the Shareholders for approval no later than 10 July 2026.

8. The Company's highest priority in the repayment plan and future operations shall be the full repayment of obligations owed to lenders.

9. To instruct the Management Board to ensure regular and transparent communication with lenders regarding the progress of the process, including providing lenders, no later than the first week of July 2026, with a more detailed report on the Company's next steps, potential repayment scenarios and indicative timelines.


Notice from the Management Team

Thank you for all the support we have received so far.

We are fully committed to making every possible effort to recover the funds that have been invested in building and acquiring our energy portfolio.

Until the banking situation is resolved, we plan to publish frequent updates.

We will also provide updates on the restructuring process and potential asset sales at least once a month. However, to minimise the risk of interference from unrelated or uninvolved parties, we will refrain from disclosing the identities of potential buyers or other active leads until binding agreements have been signed.

We understand that this is a lot to take in. We are devastated and frustrated, just as many of you are. Nevertheless, we must move forward and focus on recovering your investments.

We are sure that you will have many questions. Please send them to info@ventus.energy. As always, we will hold a lenders' Zoom call on Tuesday, 16 June 2026, at 18:00 CET to answer where possible.

Thank you for your trust and support,

Henrijs Jansons, Jānis Timma
and
Ventus Energy team


WHAT HAPPENS NOW?

Ventus Energy is currently drafting a restructuring plan and submitting it to the court in Estonia. If the court approves it, it will be presented to the 6.485 investors around July 10. A vote will take place a few days or weeks later; for the plan to pass, investors representing two-thirds of the total invested capital must vote in favor. Thus, of the approximately 82 million euros Ventus Energy owes to investors, investors holding claims totaling around 55 million euros must give their consent.

To put it simply:
- an investor with €5,000 holds a 0.006% voting share
- an investor with €50,000 holds a 0.06% voting share
- an investor with €500,000 holds a 0.6% voting share

The restructuring plan and the voting process are governed by the Estonian

SanS = *Saneerimisseadus* = Reorganization Act

The current version, in effect since November 21, 2025, can be found here:

Reorganization Act

Section 24 (specifically paragraphs 2 and 3) is crucial for the vote. If the vote is successful, a restructuring process supervised by the Estonian court will begin. During this process, Ventus Energy will attempt to complete ongoing projects and generate the highest possible sale proceeds from existing facilities. This will certainly take at least a year, and possibly longer. However, it represents the best opportunity for investors to recover as much of their investment as possible.

Throughout this entire period—including right now—interest continues to be credited to investors on a daily basis. At the conclusion of the proceedings, this accrued interest will form part of the total claims.

In a test vote held in the official chat with over 260 participating investors, more than 90% voted in favor of the restructuring.





WHAT ARE THE NEXT STEPS?

- Ventus Energy submits the application to the Estonian court
- the court approves the application and assigns a case number
- Ventus Energy publishes the restructuring plan for investors
- the investors vote on the restructuring plan
- the restructuring begins

In the meantime, we are all continuing to wait for Paysera to release the account containing the investors' funds so that the previously requested withdrawals can be processed.